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Maschinenverfügbarkeit sichern

Fernwartung mit effizienten Service-Workflows

| Redakteur: Frauke Finus

Bei der Fernwartung geht es vor allem um die schnelle Fehlerbeseitigung und um einen hohen Sicherheitsstandard. „Eine gute Lösung sollte noch mehr leisten“, sagt Udo Hallenberger von Weber Maschinenbau, einem Anlagenbauer für die Lebensmittelindustrie mit Sitz im mittelhessischen Breidenbach. Bei Weber ist die Fernwartung integraler Bestandteil eines effizienten Service-Workflows.

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Weber Maschinenbau, Weltmarktführer von Hochleistungs-Schneidemaschinen, hat analoge Modems durch sichere Virtual Private Networks (VPN) abgelöst.
Weber Maschinenbau, Weltmarktführer von Hochleistungs-Schneidemaschinen, hat analoge Modems durch sichere Virtual Private Networks (VPN) abgelöst.
(Bild: Weber)

Die Weber Maschinenbau GmbH, Weltmarktführer von Hochleistungs-Schneidemaschinen (sogenannte Slicer), setzt bereits seit 15 Jahren Fernwartungslösungen ein. Dabei wurden vor vier Jahren analoge Modems durch sichere Virtual Private Networks (VPN) abgelöst. Mit der Fernwartungslösung m-Guard des Herstellers Innominate wird seither über eine hardwarebasierte Verschlüsselung ein abhör- und manipulationssicherer VPN-Tunnel zwischen der Anlage beim Kunden und der Zentrale von Weber aufgebaut.

1.200 Maschinen mit Fernwartungstechnik

„Anlagen ohne Fernwartungstechnik sind heute nicht mehr wettbewerbsfähig, weil jeder Anlagenbetreiber die höchste Verfügbarkeit der Maschinen und im Problemfall eine schnelle Fehlerbeseitigung voraussetzt“, berichtet Udo Hallenberger, Softwareentwickler bei Weber Maschinenbau. Inzwischen hat das Unternehmen in etwa 50 Ländern über 1.200 Maschinen mit Fernwartungstechnik ausgeliefert. „Heute wird generell jede neue Anlage mit einem Industrie-Router und VPN-Technologie eingerichtet. Das ist unser Servicestandard. Will der Kunde keine Fernwartung zulassen, muss er dem ausdrücklich widersprechen“, so Hallenberger.

Durch immer komplexere Steuerungen haben sich die Datenmengen im Laufe der Jahre vervielfacht. So umfasst ein Software-Update heute bis zu 18 MB und die Übertragung von Kamerabildern aus der Maschine ist ohne schnelle Datenleitungen nicht vorstellbar. Der Servicetechniker hat jetzt auch aus der Ferne einen schnellen Zugriff auf den Betriebszustand der Anlage und kann so auf Knopfdruck umfangreiche Logfiles, Fehlerursachen und Fehlerhistorien auswerten. Dabei liefern die Aufzeichnungen aus Sensorik, Antrieben oder den Online-Traces der Steuerung sowohl Hinweise auf Störungen als auch auf Optimierungsmöglichkeiten der Maschinen.

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Frauke Finus

Frauke Finus

Leitende Redakteurin, Redaktion @blechnet.com